Der Trommler
Paul A. Weber Preis: 14, 00 €
am 1. November 1893 in Arnstadt (Thüringen) geboren. Sein Großvater, der Fabrikant Christian Kortmann, und seine Mutter förderten ihn auf literarischem und künstlerisch-handwerklichem Gebiet. Weber besuchte die Realschule Arnstadt, danach kurz die Kunstgewerbeschule in Erfurt.
1908 - 1914 erste autodidaktische Versuche in der Technik der Lithographie, Tätigkeit als Gebrauchsgraphiker.
Im Ersten Weltkrieg Kriegsdienst als Eisenbahnpionier an der Ostfront.
Ab 1916 Zeichner und Karikaturist bei der Zeitschrift der 10. Armee
ab 1920 erste Erfolge als Buchillustrator: Es entstanden Illustrationen zu Hans Sachs, Till Eulenspiegel, Reineke Fuchs und auch zu dem zeitkritischen Werk "Der Zeitgenosse" von Hjalmar Kutzleb.
1925 Gründung der "Clan-Presse".
1928 Anschluß an den 'Widerstandskreis' um Ernst Niekisch aus Sorge um die Zukunft Deutschlands im Hinblick auf den erstarkenden Nationalsozialismus.
1931 - 1936 war Weber neben Niekisch Mitherausgeber der Zeitschrift "Widerstand", für die er das Signet entwarf.
Von 1932 bis 1945 gestaltete Weber auch den "Deutschen Volkskalender Nordschleswig", den sein Freund Hans Schmidt-Gorsblock herausgab.
1936 Umzug nach Schretstaken (Kreis Herzogtum Lauenburg). Im Widerstands-Verlag erschien zu dieser Zeit die erste Weber-Monographie von Hugo Fischer, worin es heißt: " ... der Künstler hält der Welt einen Spiegel vor, daß sie sich selbst erkenne, daß sie vor sich selbst erschrecke ...".
Am 2. Juli 1937 Verhaftung wegen seiner Kontakte zum 'Widerstandskreis' bis zum 15. Dezember in Hamburg-Fuhlsbüttel, in Berlin und Nürnberg
1938 Reise nach Florida im Jahr 1938, die Weber seiner Familie wegen nicht zur Emigration nutzte.
1939 regelmäßig Blätter für die von Johannes Böse geleitete "Griffelkunst-Vereinigung" in Hamburg .
(Bis 1980 lieferte Weber hierfür 157 Lithographien.)
1939 - 1941 Bilderzyklus "Reichtum aus Tränen" (Britische Bilder), die im Nibelungen-Verlag Berlin veröffentlicht wurden.
1944/45 wurde er zum Kriegsdienst herangezogen.
1954 - 1967 Mitarbeit an der Zeitschrift "Simplicissimus"
1951 Gründung des "A. Paul Weber-Kreis" in der Griffelkunst-Vereinigung mit heute über 400 Mitgliedern.
1955 Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein,
1963 Hans-Thoma-Medaille.
1971 wurde Weber zum Professor ernannt und erhielt das Große Bundesverdienstkreuz.
Von 1959 bis zu seinem Tode gab er im Selbstverlag den "Kritischen Kalender" heraus - ein Jahrbuch mit Graphiken, denen Texte aus Literatur und Tagespresse zur Seite gestellt wurden. Bis 1980 wurden so über 600 Arbeiten veröffentlicht. In zahlreichen großen Ausstellungen, wie 1977 in Reykjavik (Island) und 1978 in Bonn und Münster gewann das Schaffen Webers zunehmend große Aufmerksamkeit.
Am 9. November 1980 verstarb der Künstler 87jährig in Schretstaken.
Paul A. Weber Preis: 14, 00 €